Eine Übersicht aller Meldungen erhalten Sie durch Aufrufen des jeweiligen Wochentages
Donnerstag, 30. November 2006                           
Unter vier Millionen Arbeitslose
Stabile Konjunktur und Wetter Gründe für starken Rückgang
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November erstmals seit Oktober 2002 wieder unter die Marke von vier Millionen gesunken. Im Monatsvergleich verringerte sich die Zahl der Jobsucher überraschend stark um 89.000 auf 3.995.000. Das waren 536.000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 9,6 Prozent zurück.
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Mittwoch, 29. November 2006                           
Chemiewerk am Frankfurter Flughafen macht dicht
Fraport bestätigt Absichtserklärung
Die Fraport AG (FRA) bestätigte heute früh den Abschluss einer Absichtserklärung mit Ticona/Celanese. Danach wird das Chemieunternehmen sein Werk in Kelsterbach bis Mitte 2011 schließen, anschließend binnen eines Monats die Luftfahrthindernisse beseitigen und bis 2015 das gesamte Areal auf Fraport übertragen. Die für die Landebahn benötigten Grundstücke werden bereits unmittelbar nach einer Vertragsunterzeichnung der beiden Unternehmen an Fraport übereignet. Fraport zahlt als Gegenleistung an Ticona/Celanese 650 Millionen Euro.
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Dienstag, 28.November 2006                           
Kölner Müllskandal um Trienekens-Töchter:
Prozess gegen Hardy Fuß eröffnet
Mehr als viereinhalb Jahre nach Aufnahme der Ermittlungen ist der Prozess gegen drei Ex-Geschäftsführer der Trienekens-Töchter UTG und Isis eröffnet worden. Auf 127 Verhandlungstage hat der Vorsitzende Richter den Prozess wegen Beihilfe zur Untreue angesetzt und bei der Terminierung keinerlei Rücksicht auf Ferienzeiten genommen. Sogar zwischen Weihnachten und Neujahr soll vor der 9. Großen Strafkammer des Landgerichtes Köln verhandelt werden.
Die Staatsanwaltschaft trug zum Auftakt 60 Minuten lang die Anklage vor. Fuß soll demnach „in 25 selbstständigen und 15 gemeinschaftlichen Handlungen“ Beihilfe zur Untreue geleistet haben, in dem er als Geschäftsführer der UTG, später Isis, Geld auf das Konto der Schweizer Firma Stenna überwiesen habe. Diese habe Leistungen in Rechnung gestellt, die nie erbracht worden seien. Wenn sich Rechnungen in den Geschäftsbüchern nicht schlüssig darstellen ließen, seien im Nachhinein fingierte Studien und Auftragsangebote entsprechend manipuliert worden.
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 Montag, 27.November 2006                           
Kläranlagen können nicht jeden Mist fressen
Jährlich eine Tonne Kokain als Stoffwechselprodukt in der Donau
Überrascht zeigt sich Peter Schweighofer, Betriebsleiter der Kläranlage Asten, über neueste Untersuchungen, wonach jährlich eine Tonne Kokain als Stoffwechselprodukt in der Donau landet. Wie gestern berichtet wurde, errechnet das Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung in Nürnberg die Konzentration von Benzoylecgonin, einem nach dem Kokainkonsum über die Leber ausgeschiedenen Stoff, in Flüssen.
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 Wochenende, 25 und 26.November 2006                           
Ritterwanze ist Insekt des Jahres 2007
Kuratorium Insekt des Jahres möchte auf eine eher unbekannte Tiergruppe aufmerksam machen
Mit der Popularität des Siebenpunkt-Marienkäfers kann die Ritterwanze zwar nicht mithalten, mit dessen schöner rot-schwarzen Färbung schon. Das Kuratorium Insekt des Jahres wählte für 2007 eine Wanze, da diese Tiergruppe zu den farbenprächtigsten und interessantesten Insekten gehört. Es möchte so auch mit dem schlechten Image aufräumen, das den Wanzen wegen der blutsaugenden Bettwanze anhaftet. Schirmherr für die Ritterwanze, das Insekt des Jahres 2007, ist der Minister für Ernährung und Ländlichen Raum des Landes Baden-Württemberg, Peter Hauk MdL.
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 Freitag, 24.November 2006                           
Bundestag verabschiedet Haushalt für 2007
Schlagabtausch am letzten Debattentag - anhaltender Aufschwung vorausgesagt
 
Der Bundestag hat am Freitag den Bundeshaushalt 2007 verabschiedet. In namentlicher Abstimmung votierten 405 Abgeordnete für den Etat und 152 dagegen. Der Bundesrat muss dem Zahlenwerk noch zustimmen. Das Parlament beendete seine Haushaltswoche mit einem letzten Schlagabtausch zwischen Koalition und Opposition.
Koalitionspolitiker warben in der Debatte für weitere Reform- und Sparanstrengungen. Sie betonten, die wirtschaftliche Lage sei Ende 2006 weit besser sei als die Situation vor einem Jahr. Das sei nicht allein der Verdienst der Großen Koalition, räumte der CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer ein. Er sagte einen anhaltenden Aufschwung voraus.
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 Donnerstag, 23.November 2006                           
Glatt erwischt - Autofahrer überrascht
Erste Glätteunfälle im Norden
Glatte Straßen haben am Morgen im Norden zu etlichen Unfällen geführt. Besonders betroffen waren die A 20 und A 19 in Mecklenburg-Vorpommern. Zwischen Neukloster und Zurow (Landkreis Nordwestmecklenburg) fuhren zunächst zehn Autos ineinander. Acht weitere Fahrzeuge krachten in den sich dadurch bildenden Stau. In den Unfall war auch ein Funkstreifenwagen der Polizei verwickelt, in dem zwei Beamte verletzt wurden. Die A 20 musste vollständig gesperrt werden.
Am Rande eines von Irland nach Nordosten ziehenden Sturmtiefs überqueren Tiefausläufer Mitteleuropa und führen in den nächsten Tagen aber wieder sehr milde Meeresluft heran.
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 Mittwoch, 22.November 2006                           
Kein Schummeln mit Rückstellungen beim Grünen Punkt
Lizenznehmer erhielten "warmen Regen" bei der Auflösung
Energisch entgegengetreten ist das Duale System, besser bekannt als der Grüne Punkt, Behauptungen von Verbraucherschützern, bei der Kommerzialisierung im vergangenem Jahr habe sich die Käuferin mehrere Millionen Euro unter den Nagel gerissen. Das ehemalige Non-Profit-Unternehmen hatte über Jahre Garantierückstellungen in zweistelligen Millionenbeträgen angesammelt. Das hatte Verbraucherschützer misstrauisch gemacht. So hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gar ein tiefes schwarzes Loch gewittert.
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 Dienstag, 21.November 2006                           
Widerstand der EU-Verbraucher erfolgreich
EU-Verbot für den Handel mit Katzen- und Hundefellen
Die EU-Kommission will den Import, Export und Verkauf von Katzen- und Hundefellen für die EU verbieten. Damit reagiert sie auf den Widerstand der EU-Verbraucher gegen den Handel mit diesen Fellen. Die Verordnung sieht eine Harmonisierung entsprechender Rechtsvorschriften in den einzelnen Mitgliedstaaten vor. Dementsprechend sollen Herstellung, Vermarktung sowie Ein- und Ausfuhr von Katzen- und Hundefellen für die EU in jeder Form untersagt werden. Vorgesehen ist auch ein System für den Informationsaustausch über den Nachweis derartiger Felle.
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 Montag, 20.November 2006                           
Bundesweites Echo auf INSM-Regionalranking
Es wäre jetzt falsch, die Hände in den Schoß legen
Das am 15. November veröffentlichte INSM-Regionalranking unter 435 Kreisen und kreisfreien Städten hat bundesweit ein breites Echo ausgelöst. Nachdem die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) seit Jahren bereits Bundesländer und deutsche Großstädte unter die Lupe genommen hat, stellt sie nun das erste wissenschaftliche Regionalranking vor. Deutschlandweit wurden 435 Landkreise und kreisfreie Städte anhand von 47 Indikatoren untersucht.
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 Wochenende, 18. und 19.November 2006                           
Ladenschlussgesetz gefallen
Im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann, das erstmals die ganze Nacht geöffnet hatte, drängten sich die Kunden
Tausende Berliner haben den Fall des Ladenschlussgesetzes in der Hauptstadt zu mitternächtlichen Bücherkäufen genutzt. Im Kulturkaufhaus Dussmann an der Friedrichstraße, das erstmals die ganze Nacht geöffnet hatte, drängten sich die Kunden bis in die frühen Morgenstunden vor Bücher- und CD-Regalen.
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    Freitag, 17.November 2006                           
Fahnder standen um 9 Uhr vor der Tür
Großrazzia bei mehreren Kölner Kommunalbetrieben nach "Lustreisen"
Die Zentralen von sechs Firmen wurden gleichzeitig durchsucht. Beamte in Zivil präsentierten dem Stadtwerkekonzern und seinen Töchtern, der Rheinenergie AG, den Kölner Verkehrs-Betrieben, der Häfen und Güterverkehr Köln, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GAG und den Abfallwirtschaftsbetrieben gestern Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts. Vorwurf: Anfangsverdacht der Untreue, weil die Gesellschaften geschädigt wurden, indem mit ihrem Geld Aufsichtsreisen bezahlt wurden, die zu einem Gutteil privater Natur waren.
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    Donnerstag, 16.November 2006                           
Dresden ist ab heute schuldenfrei
Rückzahlung der Kapitalmarktschulden gestern erfolgreich abgeschlossen
Nach dem erfolgreichen Verkauf der WOBA DRESDEN GMBH im Frühjahr diesen Jahres für Netto 982 Millionen EUR sind die Kapitalmarktschulden der Stadt Dresden von 748 Millionen Euro nunmehr an die Banken zurückgegeben worden. Die Entschuldung erfolgte auf drei Tranchen verteilt zum 01.06.2006, 31.08.2006 und 15.11.2006.
Hatte die Stadt Dresden vor dem WOBA-Verkauf noch rechnerisch jeden Tag ein Einfamilienhaus bzw. ca. 200.000 EUR in Form des Schuldendienstes zur Bank tragen müssen, kann sie diesen nunmehr vollständig einsparen. Netto, also unter Gegenrechnung der früher an die Stadt ausgeschütteten WOBA-Gewinne, hat Dresden künftig eine jährliche Einsparung von rund 60 Millionen EUR.
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    Mittwoch, 15.November 2006                           
     Kofi Annan: Wer jetzt noch Zweifel sät ...
... der hat in Wahrheit keine Argumente mehr
Die Welt muss gegen den Klimawandel kämpfen, solange es noch möglich ist
Falls noch irgendwelche Zweifel über den dringenden Handlungsbedarf im Kampf gegen den Klimawandel bestanden, so sollten zwei vor wenigen Tagen veröffentlichte Berichte die Welt aufgerüttelt haben. Gemäß den neuesten, den Vereinten Nationen vorliegenden Daten steigen die Treibhausgas-Emissionen in den wichtigsten Industrieländern weiterhin an.
Darüber hinaus stellt der Klimawandel nach einer Studie des ehemaligen Chefökonomen der Weltbank, des Briten Sir Nicholas Stern, "das bisher größte und weitreichendste Marktversagen" dar.
Dieses Marktversagen könnte zu einem Schrumpfen der Weltwirtschaft um 20 Prozent führen. Die wirtschaftlichen und sozialen Zerrüttungen als Folge daraus sind mit den Auswirkungen der beiden Weltkriege und der großen Depression durchaus vergleichbar.
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    Dienstag, 14.November 2006                           
Hausfrau vertritt Belgien beim Klimagipfel
Umweltminister Bruno Tobback stellt seine 3 Minuten Redezeit in Nairobi zur Verfügung
Margaretha Guidone, eine umweltpolitisch engagierte Hausfrau und Mutter aus Kapellen bei Antwerpen, wird Belgien auf dem internationalen Klimagipfel in Nairobi vertreten. Sie reist in Begleitung von Bundesumweltminister Bruno Tobback (SP.A) nach Kenia. Tobback stellt Guidone seine drei Minuten Redezeit zur Verfügung.
Belgien bezeugt mit diesem Schritt großen Respekt gegenüber Margaretha Guidone (50). Die Hausfrau und Mutter hatte die belgischen Spitzenpolitiker vor zwei Wochen mit leidenschaftlichen Appellen dazu aufgerufen, sich bitte den Klimafilm "An Inconvenient Truth" des ehemaligen amerikanischen Präsidentschafts-Kandidaten Al Gore anzuschauen.
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     Montag, 13.November 2006                           
Neapel zwischen Müll und Mafia
Abfall, Armut, Anarchie und Auftragsmorde prägen die süditalienische Metropole
Viele Bewohner setzen daher mehr auf die Camorra als auf den Staat. Ein Rundgang durch Europas berüchtigtste Stadt. Der Polizeibeamte in der dunkelblauen Uniform lugt aus seinem gläsernen Wachhaus am Eingang des Justizpalasts von Neapel. Hier, hinter den hohen Stahlzäunen, versucht die größte Staatsanwaltschaft Italiens, der Camorra und der allgemeinen Anarchie in der Stadt die Stirn zu bieten.
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     Wochenende, 11. und 12.November 2006                           
Am 11.11.um 11.11 Uhr startete die Karnevalssaison
Viele Theorien zur Bedeutung der Elf
Die Elf gilt als die Narrenzahl schlechthin. Der Elferrat ist ihre höchste Instanz. Viele Karnevalsvereine tragen die Elf in ihren Wappen. Dafür, dass die Elf diese Rolle spielt, gibt es viele Theorien. Eine sieht den Ursprung in der christlichen Kirche, wo die Elf ist das Sinnbild der Sünde ist, weil sie die zehn Gebote überschreitet. Der Narr stand für die Kirche in seinem Verhalten während der Karnevalszeit außerhalb der religiösen Normen. Daher wurde mit ihm die Zahl der Sünde, die Elf, verbunden.
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     Freitag, 10. November 2006                           
Abfallteppich im zentralen Nordpazifik
Plastik bedroht maritime Tierwelt
Die starke Verschmutzung der Meere durch Kunststoffabfälle wird zunehmend zum Problem von Meereslebewesen wie Walen, Meeresschildkröten oder Fischen sowie Seevögeln, die den Müll mit Nahrung verwechseln oder in verloren gegangenen Fischnetzen ertrinken. Besonders auffällig, so berichtet die Umweltschutzgruppe Greenpeace, sei in diesem Zusammenhang vor allem ein Abfallteppich im zentralen Nordpazifik, der bisweilen die doppelte Grösse Deutschlands erreiche.
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      Donnerstag, 9. November 2006                           
Mit Mahnungen und Gedenkfeiern wird am Donnerstag an den Fall der Mauer 1989 und an die nationalsozialistische Pogromnacht 1938 erinnert.
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) mahnte die Achtung von Freiheit und Menschenwürde an. Dies sei die entscheidende Lehre, die sich aus der besonderen Bedeutung des 9. November im Leben der Deutschen ergebe. Die Pogromnacht vor 68 Jahren sei ein Vorspiel für den Holocaust gewesen. Am 9. November 1989 hätten sich die Ostdeutschen dagegen Demokratie und Selbstbestimmung erkämpft.
Über 100 Menschen haben vor dem Mahnmal am Landherrnamt der Opfer der Reichpogromnacht in Bremen vor 68 Jahren gedacht. Der Präsident der Bürgerschaft, Weber, sagte, dieser Tag erinnere daran, dass man auch heute rechtsradikalem Gedankengut keinen Raum lassen dürfe. Für Weber haben die NPD-Demonstration am vergangenen Wochenende und die Erfolge rechter Parteien bei Landtagswahlen deutlich gemacht, dass rechtsextremistische Haltungen noch immer weit verbreitet sind. Als Ehrengast der Veranstaltung sprach die Jüdin Lily Maor aus Bremens Partnerstadt Haifa. Die heute 81-Jährige hatte 1944 in Bremen Zwangsarbeit leisten müssen. Maor sagte, dass sie das Geschehene weder verzeihen noch vergessen könne. Es gehe aber darum, gute Beziehungen zwischen den Völkern aufzubauen. In Bremen hatten die Nationalsozialisten in der Reichspogromnacht die Synagoge zerstört, Juden verfolgt und gedemütigt und fünf von ihnen ermordet.
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      Mittwoch 8. November 2006                           
EU-Umweltminister für stärkere Kontrolle bei Abfallverbringung
EU-Abfallverbringungsverordnung wird nicht ausreichend eingehalten
Eine wirkungsvollere Durchsetzung des EU-Abfallverbringungsrechts forderten die EU-Umweltminister bei ihrem Ratstreffen in der vergangenen Woche. In ihren Schlussfolgerungen zur Vorbereitung der achten Vertragsparteienkonferenz (CÜP-B) des Basler Übereinkommens über die grenzüberschreitende Abfallverbringung, die im November stattfindet, drücken sie Besorgnis über die Tatsache aus, dass die EU zwar strenge Anforderungen an die Beseitigung und die Verwertung von Abfallen stelle, die Kontrolle von Abfallexporten jedoch nicht Schritt mit diesen Entwicklungen gehalten
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      Dienstag 7. November 2006                           
Drei Gegenstimmen aus der Großen Koalition in Mecklenburg-Vorpommern
Harald Ringstorff zum Ministerpräsidenten wiedergewählt
Der SPD-Politiker Harald Ringstorff ist zum Regierungschef von Mecklenburg-Vorpommern wieder gewählt worden. Er erhielt am Dienstag in Schwerin 42 der 71 Abgeordnetenstimmen und tritt damit seine dritte Amtszeit an. Drei Parlamentarier aus dem Lager der Großen Koalition haben Ringstorff ihre Zustimmung verweigert.
SPD und CDU hatten am Montag den Koalitionsvertrag unterzeichnet und damit politische Schwerpunkte ihrer auf fünf Jahre angelegten Zusammenarbeit festgelegt.
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      Montag 6. November 2006                           
Weltklimagipfel in Nairobi beginnt
BDE fordert europaweites Deponieverbot von Siedlungsabfällen - Konsequente Reduzierung der Deponiegase trägt 10 % zur Erreichung der Kyoto-Vorgaben bei
Unmittelbar vor dem Weltklimagipfel in Nairobi hat die Bundesregierung für mehr Engagement und Milliarden-Investitionen im Kampf gegen die dramatische Erderwärmung geworben. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) betonte die Vereinbarkeit wirtschaftlicher Interessen mit dem Klima- und Umweltschutz. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte den Klimawandel eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Der Klimagipfel beginnt an diesem Montag.
Anlässlich des heute beginnenden Klimagipfels der Vereinten Nationen in Nairobi hat der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) ein europaweites Deponieverbot von Siedlungsabfällen gefordert. Anders als in Deutschland besteht hier in den meisten EU-Ländern noch erhebliches Potenzial. Nach einer Studie des BDE gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium und dem Naturschutzbund Deutschland würde ein EU weites Deponieverbot eine Einsparung von 110 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten erbringen, fast zehn Prozent der europäischen Zielvorgaben.
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Wochenende, 4. und 5. November 2006                           
Große Teile Westeuropas ohne Strom
Deutsche Panne legt halb Europa lahm


Eine Panne im deutschen Stromnetz hat am späten Samstagabend in weiten Teilen Westeuropas das Licht ausgehen lassen. In Deutschland waren nach bisherigen Schätzungen hunderttausende Haushalte in mehreren Bundesländern von dem Ausfall betroffen. Ohne Strom waren auch etwa fünf Millionen Menschen in Frankreich sowie bestimmte Regionen in Belgien, Italien und Spanien. Bei den meisten fiel der Strom gegen 22.00 Uhr für etwa eine halbe Stunde aus.
Erst am vergangenem Sonntag war es in Italien zu einem nahezu totalen Stromausfall gekommen. Die Versorger versicherten, dass ein solches Blackout in Deutschland nicht vorstellbar sei. Derzeit sei ein Zusammenbruch des Netzes sogar auszuschließen, betonte Johannes Altmeppen, Sprecher des Vattenfall-Konzerns. Es gebe hier zu Lande "hinlänglich Kapazität". Zudem habe Deutschland ein stabiles Netz. Allerdings müssten in zehn Jahren 40.000 Megawatt Kraftwerkskapazität für 50 Milliarden Euro neu gebaut werden, um auch in Zukunft die Versorgungssicherheit in Deutschland garantieren zu können.

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 Freitag, 3. November 2006                           
Idar-Obersteiner Oberbürgermeisterwahl kann stattfinden
Altersgrenze für kommunale Wahlbeamte verstößt nicht gegen die Landesverfassung

Die Festsetzung der Altersgrenze für kommunale Wahlbeamte auf das vollendete 68. Lebensjahr verstößt nicht gegen die rheinland-pfälzische Landesverfassung. Deshalb lehnte es der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz ab, die Durchführung der auf den 5. November 2006 anberaumten Oberbürgermeisterwahl in der Stadt Idar-Oberstein zu untersagen.
Soweit das rheinland-pfälzische Landesrecht für Minister im Gegensatz zu gewählten hauptamtlichen Bürgermeistern keine Altersgrenze vorsehe, stelle diese Ungleichbehandlung keinen Verstoß gegen den verfassungsrechtlichen Gleichheitssatz dar. Für sie gebe es vielmehr einleuchtende Gründe. Anders als bei hauptamtlichen Bürgermeistern unterliege die altersmäßige Eignung der jeweiligen Minister einer hinreichenden individuellen Prüfung durch die dazu berufenen obersten Verfassungsorgane. So stehe dem Ministerpräsidenten mit Zustimmung des Landtages die Kompetenz zur Entlassung eines Ministers zu. Zur Durchführung der Abwahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters bedürfe es hingegen der Erfüllung besonders strenger Voraussetzungen und der Durchführung eines komplizierten Abwahlverfahrens.
Beschluss aufgrund der Beratung vom 2. November 2006 Aktenzeichen: VGH B 27/06 und VGH A 28/06
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 Donnerstag, 2. November 2006                           
Sturmflutbilanz: Mit einem blauen Auge  davongekommen
Temperatursturz in Mitteldeutschland: Brocken und Fichtelberg melden Schnee


Der Winter hatte gestern in vielen Gegenden Einzug gehalten. Am Mittwochnachmittag maß die Wetterwarte auf dem Brocken fünf Zentimeter Schnee und minus drei Grad Celsius. Der Brocken ist mit 1.142 Metern Höhe der höchste Berg des Harzes. Das Sturmtief "Britta" war mit orkanartigen Böen über die Kammlagen des Harzes hinweggefegt. Der Wind erreichte Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 148 Stundenkilometern.

Die schwere Sturmflut an der niedersächsischen Nordseeküste war eine große Belastungsprobe für die Küstenschutzanlagen auf den Inseln: Insbesondere deren Nordseiten mit Dünen und Deckwerken waren durch Seegang und schwere Brecher erheblich belastet. Am Festland hingegen gab es keine nennenswerten Schäden an den Deichen und Küstenschutzbauwerken.
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 Mittwoch, 1. November 2006               Allerheiligen             
Entsorger auch für internationale Investoren attraktiv
Remondis auf Platz drei der europäischen Entsorger


Private-Equity-Gesellschaften sind als kühle Rechner bekannt. Sie investieren dort, wo die höchsten Renditen winken. Ihr Interesse an der deutschen Entsorgungsbranche zeigt, daß sich mit Müll gutes Geld verdienen läßt. Mit KKR, Apax und Blackstone sind schon drei der großen Fonds in das Geschäft mit dem Abfall eingestiegen. Der Markt ist in Bewegung. Fusionen und Übernahmen bestimmen das Bild. Der deutsche Marktführer Remondis hat sich durch den Kauf von RWE Umwelt auf Platz fünf der internationalen Rangliste (Platz 3 in Europa) geschoben, das Herforder Unternehmen Sulo folgt nach der Übernahme von Cleanaway Deutschland auf Platz acht der weltgrößten Entsorger (Platz 5 in Europa).

Übersicht der 26 größten Entsorger in Europa

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 Dienstag, 31. Oktober 2006               Reformationstag              
Goldesel Grüner Punkt: DSD 2005 trotz Umsatzverlusten mit hohem Profit

Die Duales System Deutschland GmbH (DSD) hat im Geschäftsjahr 2005 1,46 Milliarden Euro umgesetzt, also 118 Millionen weniger als im Vorjahr. Dies entspricht einem Minus von 7,5 Prozent. Der größte Teil der Umsatzverluste ist im zweiten Halbjahr 2005 entstanden. Ursachen waren die Zulassung weiterer Anbieter dualer Systeme in mehreren Bundesländern, vor allem aber die Abwanderung von Kunden in so genannte Selbstentsorgerkonzepte, die sich nicht an den Kosten der haushaltsnahen Wertstoffsammlung beteiligen, maulen die ehemaligen Monopolisten in einer Pressemitteilung.
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  Montag, 30. Oktober 2006               Weltspartag              
Etwas andere Gedanken zum heurigen Weltspartag
Kärntens Jugendreferentin und stellvertretende Landeshauptfrau Gaby Schaunig:
„Stoppt die aggressive Werbung der Geldinstitute“

„Der Wunsch, dazuzugehören, ist in jedem Klassenzimmer, in jedem Freizeitklub stark präsent. Kräftemessen auf dem Schulhof oder Mitreden-Können über konsumierte Fernsehsendungen reichen nicht mehr um „in“’ zu sein. Die jeweils neuesten modischen Accessoires sind schon fast Pflicht, und wer kein Handy - ein tückischer Kostenfaktor - besitzt, ist von gestern“, weiß Jugendreferentin Gaby Schaunig.
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  Wochenende, 28. und 29. Oktober 2006                             
Zeitumstellung in der Nacht zum Sonntag
Die Zeitumstellung spart so gut wie keine Energie. Die Stromversorger können bereits seit Jahren keine Sparwirkung durch den Dreh am Zeiger erkennen. Das erklärte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), in Berlin zur Umstellung von Sommer- auf Winterzeit am Sonntag.
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